Hirschentrotte
Geschichte
Die Hirschentrotte dürfte eine der ältesten Gebäulichkeiten Flurlingens sein. Das Hauptgebäude, der eigentliche Trottenraum mit der einzigartigen, gut erhaltenen Baumtrotte mit ihrem über 10 m langen Baum, ist um ca. 1750 entstanden. Man könnte annehmen, dass das Trottwerk ungefähr aus der gleichen Zeit stammt. Das genaue Datum ist nicht rekonstruierbar. Die zwei Anbauten auf der nördlichen Seite, d.h. der Geräteraum und das kleine Waschhaus sind zu einem späteren Zeitpunkt dazu gekommen. Die ganze Gebäudegruppe war in privatem Besitz, die Trotte mit mehreren Teilhabern. Im Jahre 1965 wurde das Gebäude von der Gemeinde übernommen.
Flurlingen hatte im Jahre 1832 noch 29 Trotten, Benken deren 18, Dachsen deren 14, Feuerthalen deren 11 Trotten. Heute besitzt Flurlingen nur noch 4 Flurtrotten und 9 Haustrotten, wobei wir sicher viele solcher Räume nicht mehr als Trottenräume wiedererkennen könnten, weil sie umgenutzt wurden.
Die meisten Trottengebäude wurden als sogenannte Flurtrotten erstellt. Es waren alleinstehende Gebäude im Rebbaugebiet, im Gegensatz zu den Haustrotten, welche in ein Wohnhaus eingebaut oder angebaut waren.
Die Hirschentrotte ist also eine Flurtrotte am Rande der Siedlung. Sicher war sie früher ringsum mit Reben begrünt. Vor ca. 100 Jahren hatte Flurlingen die grösste Rebfläche aller Weinlandgemeinden. Das mag für viele, die lediglich das heutige Flurlingen kennen, eine Überraschung sein. Im Steuerrodel der Jahre um 1460 wurden alle Flurlinger als Rebleute bezeichnet. Noch um 1880 waren 98% der Grundbesitzer zugleich auch Rebbesitzer.
Flurlingen war jedoch in der Tat ein Reb- und Fischerdorf. Schon das Gemeindewappen liefert Hinweise dafür. Es wurde am 29.5.1929 durch den Gemeinderat in der heute noch gültigen Ausgestaltung festgelegt. In der Umschreibung heisst es: Das Wappen, das auf den früher emsig betriebenen Weinbau hindeutet, findet sich erstmals auf der Gemeindelade von 1640 und mit grünem Dreiberg (Das Rebareal soll in drei Rebberge aufgeteilt gewesen sein) auf einem Glasgemälde aus dem Jahre 1668.
Die im Jahre 1980 renovierte Hirschentrotte kann heute von jeweils Mitte April bis Mitte Oktober für verschiedene Anlässe, wie Generalversammlungen Geburtstage, Taufen, Apéros oder sonstige Familienanlässe, gemietet werden. Sie bietet Platz für ca. 30 - 40 Personen und ist ausgestattet mit einer Küche (Geschirr, Geschirrspüler, 2 Herdplatten, Kaffeemaschine, Kühlschrank), Cheminée mit Grill und Damen- und Herrentoilette.
Bilder
Aussenansichten (wenn Sie das
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Innenansichten (wenn Sie das Bild anwählen gelangen Sie zur Galerie)
Benützungsgebühren
A) Einheimische
> Erwachsene,
Vereine Fr. 120.--
> Jugendgruppen Fr. 60.--
> Schulklassen Fr. -.--
B) Auswärtige
> Erwachsene,
Vereine Fr. 250.--
> Jugendgruppen Fr. 150.--
> Schulklassen Fr. 100.--
C) Reinigungsaufwand (Ziffer 4)
> wird verrechnet mit separater Rechnung Fr. 30.--
Zusatzbestimmungen
D) Benützung der Trotte für Apéros
> Pauschal Fr. 60.--
E) Benützung des Brotbackofens
> Nur für Einheimische
> Preis pro Holzwelle Fr. 6.--
Benützungsreglemente mit Reservationsformular können unter Tel. 052 / 647 01 01 oder per E-Mail: kanzlei@flurlingen.ch bestellt werden.
Reservationsformular: Reservation Hirschentrotte.pdf
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