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Einjähriges Berufskraut und andere Neophyten

2. Juli 2020

Zur Zeit hat das Einjährige Berufkraut Saison. Das Einjährige Berufkraut ist ein invasiver Neophyt, der sich stark ausbreitet. Einzelpflanzen können gut bekämpft werden, bei grossen Beständen ist dies aufwändig und teuer. Wenn Sie Berufskraut im Garten haben, bitten wir Sie, diese Pflanzen umgehend auszureissen (gesamte Pflanze inkl. Wurzeln) - am besten so früh wie möglich damit es nicht versamt.

Was sind invasive Neophyten?
Invasive Neophyten sind gebietsfremde Problempflanzen, die sich bei uns stark ausbreiten
und Schäden verursachen. Sie verdrängen einheimische Arten, reduzieren die Artenvielfalt,
können Schäden an Bauten anrichten sowie Probleme in der Land- und Forstwirtschaft verursachen. Einige Arten sind auch für die Gesundheit von Mensch und Tier problematisch.

Bekämpfung und Entsorgung
Um invasive Neophyten zu bekämpfen, stehen folgende Methoden zur Verfügung:

  • Ausreissen: Gesamte Pflanze inklusive Wurzeln vor der Samenbildung ausreissen
  • Mähen: Schneiden vor der Blüte schwächt die Pflanzenbestände; je nach Art mehrmals pro Saison
  • Beweidung: Gewisse Arten können durch Beweidung zurückgedrängt werden (z.B. Schafe, Ziegen)
  • Zurückschneiden: Blütenstände vor der Samenreife abschneiden
  • Herbizide: Nur nach Abklärung mit einer Fachperson anwenden
  • Ausgraben: Pflanzen ausgraben und z.T. mit dem Erdmaterial entfernen
  • Nachkontrolle: Spätestens im Folgejahr


Nach der Bekämpfung muss das Pflanzenmaterial (Wurzel, Stängel, Blüten, Blätter) fachgerecht beseitigt werden. Die Entsorgung kann in drei Kategorien unterteilt werden:
Kompost (keine Samen, Blüten, Wurzeln)
Grünabfuhr
Kehricht (Kehrichtverbrennungsanlage)

Rechtliches und Listen
Der Umgang mit invasiven Neophyten gemäss Liste in Anhang 2 der Freisetzungsverordnung (FrSV) ist in der Schweiz verboten. Dieses Verbot bedeutet unter anderem: Verkaufen,
Verschenken, Züchten und Anpflanzen sind nicht erlaubt. Einzig zulässig ist die Bekämpfung.
Die Schwarze Liste und die Watch-Liste (von Info Flora) weisen auf weitere Problemarten hin. Der Kanton Zürich führt keine eigenen Listen, kann aber gemäss FrSV für einzelne Arten Massnahmen (z.B. Bekämpfung) anordnen.

Empfehlungen

  • Die in diesem Faltblatt beschriebenen Problemarten im eigenen Garten entfernen oder zumindest deren Ausbreitung verhindern
  • Nachbarn und Bekannte auf die Problematik hinweisen
  • Unproblematische Arten anpflanzen
  • Keine Pflanzen oder Erde aus dem Ausland einführen
  • Es ist verboten Grüngut und Gartenabfälle in der Natur zu entsorgen

Weitere Informationen finden Sie im Flyer (siehe unten). Bei Fragen wenden Sie sich an unseren Förster, Matthias Bürgin, Tel. 079 673 21 34.

Berufkraut
Einjähriges Berufkraut

Zugehörige Objekte

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